Reform des Kindschaftsrechts: Anregungen aus der Familienrechtspsychologie = Reform of child custody law : suggestions from family law psychology

Über eine Reform des Kindschaftsrechts wird seit einiger Zeit diskutiert. Im Beitrag werden aus familienrechtspsychologischer Sicht Reformthemen benannt und mögliche Kernpunkte einer Reform diskutiert. Erörtert wird, welche Reformbedarfe sich aus der Pluralisierung von Familienformen und der Intensi...

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Detalles Bibliográficos
Autores principales: Kindler, Heinz 1963- (Autor) ; Walper, Sabine 1956- (Autor)
Tipo de documento: Print Artículo
Lenguaje:Alemán
Publicado: 2025
En: Praxis der Rechtspsychologie
Año: 2025, Volumen: 35, Número: 1, Páginas: 3-14
Verificar disponibilidad: HBZ Gateway
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Descripción
Sumario:Über eine Reform des Kindschaftsrechts wird seit einiger Zeit diskutiert. Im Beitrag werden aus familienrechtspsychologischer Sicht Reformthemen benannt und mögliche Kernpunkte einer Reform diskutiert. Erörtert wird, welche Reformbedarfe sich aus der Pluralisierung von Familienformen und der Intensivierung von Elternschaft ergeben. Zudem werden Befunde berichtet, die das Vorhaben einer stärkeren Berücksichtigung von Partnerschaftsgewalt bei Umgangs- und Sorgerechtsregelungen unterstützen. Schließlich wird diskutiert, wie sich die wissenschaftliche Evidenz für verschiedene Kindeswohlkriterien entwickelt hat, die gegebenenfalls ausdrücklich im Gesetz erwähnt werden sollen. Der Beitrag ist als Diskussionsanregung – trotz vielfach unzureichender Befundlagen – zu verstehen.
A reform of child custody law has been debated for some time. This article identifies reform topics from the perspective of family law psychology and discusses potential core aspects of a reform. It examines the need for reform resulting from the pluralization of family forms and the intensification of parenting. It also reports findings that support the proposal to give greater consideration to partner violence in access and custody arrangements. Finally, it discusses how the evidence for various criteria for best interests of the child has developed over time and should, if necessary, be explicitly mentioned in the law. This article is intended to stimulate discussion, despite the often insufficient evidence base.
Notas:Literaturverzeichnis: Seite 12-14
ISSN:0939-9062