Die Messung von Fremdenfeindlichkeit

Die Vorgänge in der Silvesternacht 2015/16 auf der Kölner Domplatte und in anderen deutschen Städten haben in medialen Berichten und Kommentaren vorübergehend zu einer Art "Tauwetter" geführt. Plötzlich meldeten Polizei und Presse Vorkommnisse in Verbindung mit Flüchtlingen und Asylbewerbe...

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Published in:Kriminalistik
Main Author: Sohn, Werner
Format: Print Article
Language:German
Published: 2016
In:Kriminalistik
Year: 2016, Volume: 70, Issue: 5, Pages: 318-321
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Availability in Tübingen:Present in Tübingen.
IFK: In: Z 9
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Description
Summary:Die Vorgänge in der Silvesternacht 2015/16 auf der Kölner Domplatte und in anderen deutschen Städten haben in medialen Berichten und Kommentaren vorübergehend zu einer Art "Tauwetter" geführt. Plötzlich meldeten Polizei und Presse Vorkommnisse in Verbindung mit Flüchtlingen und Asylbewerbern, die zuvor unter ein wohlgemeintes Schweigegebot fielen. Anders als in England (vgl. Sohn 2016, Fußn. 23) wollte hierzulande niemand jemals die Öffentlichkeit in die Irre führen. Polizeiliche Sensibilität und mediale Zurückhaltung dienten allein dazu, keine Vorurteile und insbesondere keine Fremdenfeindlichkeit zu schüren. Denn damit ist es zumindest latent in Deutschland schlecht bestellt. Das weiß man. Freilich stellt sich hin und wieder doch die Frage, wie denn Fremden- und Ausländerfeindlichkeit, die als bedrohliche Einstellungsmuster in zahllosen Darstellungen imponieren, wissenschaftlich gemessen werden. Dieser Essay will hierzu einige vorläufige Anmerkungen beisteuern.
ISSN:0023-4699