Umgang mit sexuellem Missbrauch: institutionelle und individuelle Reaktionen : Forschungsbericht

Mit dem Problemfeld "Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen" sind MitarbeiterInnen aller Einrichtungen konfrontiert, z.B. in Beratungsstellen, Heimen, Kliniken, Jugendämtern, Staatsanwaltschaften, Gerichten und bei der Polizei. Sie gehen sehr unterschiedlich mit der Thematik des...

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Bibliographic Details
Corporate Author: VolkswagenStiftung, Förderschwerpunkt Recht und Verhalten
Contributors: Fegert, Jörg M. (Author); Berger, Christina (Author); Klopfer, Uta; Lehmkuhl, Ulrike; Lehmkuhl, Gerd; Deget, Felicitas; Hastenrath, Blanka; Wolke, Angelika; Lüderitz, Alexander; Walter, Michael; VolkswagenStiftung Förderschwerpunkt Recht und Verhalten
Format: Print Book
Language:German
Published: Münster Votum [2001]
Online Access: Inhaltsverzeichnis (Verlag)
Rezension (Verlag)
Availability in Tübingen:Present in Tübingen.
IFK: E VII 99
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Summary:Mit dem Problemfeld "Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen" sind MitarbeiterInnen aller Einrichtungen konfrontiert, z.B. in Beratungsstellen, Heimen, Kliniken, Jugendämtern, Staatsanwaltschaften, Gerichten und bei der Polizei. Sie gehen sehr unterschiedlich mit der Thematik des sexuellen Missbrauchs um. Welche Auswirkungen hat der institutionelle Umgang für die betroffenen Kindern und Jugendlichen? Dies ist bislang nicht interdisziplinär über die einzelnen Bereiche hinweg untersucht worden. Eine Forschungsgruppe mit Kinder- und Jugendpsychiatern, Psychologen und Juristen von der Humboldt-Universität Berlin, der Universität zu Köln und der Universität Rostock hat sich dieser Problematik durch zwei aufeinander bezogene Untersuchungen zugewandt. Zunächst wurde eine ExpertInnenbefragung im gesamten angesprochenen Feld durchgeführt. Anschließend erfolgte eine prospektive Untersuchung sexuell missbrauchter Kinder, die in den befragten Institutionen vorgestellt wurden. Dabei erga b sich als zentraler Befund das Risiko der Mehrfachvorstellungen und Delegationsketten. Positiv ist, dass sich eine Mehrzahl der Kinder nach ca. zwei Jahren psychisch stabilisiert hat. Unterstützung durch die Mutter und damit auch das psychische Befinden der Mütter hatte einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der psychischen Problematik der betroffenen Kinder. Ein Forschungsbericht, der zur grundsätzlichen Überprüfung bisheriger Handlungsweisen der involvierten Institutionen und zur kritischen Hinterfragung des allgegenwärtigen Schlagwortes der Vernetzung Anlass gibt.
Item Description:Literaturverzeichnis: Seiten 225-231
Physical Description:231 Seiten Diagramme 24 cm
ISBN:3933158702