Monitoring der Extremismus-Präventionslandschaft: wirken unsere Anstrengungen?: erste Hinweise aus einem explorativ makro-evaluativen Zugang
Das MOTRA-Modul „Präventionsmonitoring“ verfolgt zwei Ziele. Einerseits gilt es, die im stetigen Wandel befindliche Landschaft der Extremismusprävention abzubilden. Andererseits soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Präventionslandschaft in Passung mit einem regional-räumlich unterschied...
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| Format: | Print Article |
| Language: | German |
| Published: |
2022
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| In: |
MOTRA-Monitor
Year: 2022, Pages: 488-505 |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Keywords: | |
| Parallel Edition: | Electronic
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| Summary: | Das MOTRA-Modul „Präventionsmonitoring“ verfolgt zwei Ziele. Einerseits gilt es, die im stetigen Wandel befindliche Landschaft der Extremismusprävention abzubilden. Andererseits soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Präventionslandschaft in Passung mit einem regional-räumlich unterschiedlichen Bedarf steht. Der Bedarf wird hier empirisch greifbar festgemacht an einem politisch motivierten Kriminalitätsgeschehen, das als Ausdruck radikal-extremistischer Orientierungen betrachtet werden kann, denen präventiv im Rahmen der diversen Angebote begegnet werden soll. Im MOTRA-Monitor 2021 wurde gezeigt, dass dort, wo ein Mehr an Präventionsbedarf vorlag - also ein höheres Fallaufkommen bezüglich politisch motivierter Kriminalität (PMK) vorherrschte -, auch mehr Angebote vorgehalten wurden. Die rein querschnittlichen Analysen aus dem Vorjahr werden nun teilweise und in ausdrücklich explorativer Haltung um eine längsschnittliche Betrachtung erweitert, indem das Fallaufkommen der politisch motivierten Kriminalität in seiner Entwicklung seit 2010 betrachtet wird. Hierbei wird der Fragestellung nachgegangen, in welchem Zusammenhang die insbesondere seit Mitte der 2010er-Jahre erhöhten Anstrengungen im Bereich der Extremismusprävention - hier festgemacht am bundesweiten Programm „Demokratie leben!“ - mit der Entwicklung der PMK stehen: Mit wenigen Ausnahmen sind in den Regionen, in denen sich die PMK seit 2016, also seit Aufnahme des ‚Wirkbetriebs‘ der über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geförderten Projekte, in eine dem Präventionsanliegen folgende erwünschte Richtung entwickelt hat, durchschnittlich mehr Präventionsangebote angesiedelt und unmittelbar verfügbar als in den Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Kriminalität gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010-2016 (weiter) zunahm oder zu einem geringerem Anteil abnahm. Wir sind uns bewusst, dass der hier beschrittene makro-evaluative Zugang in Gestalt eines Abgleichs von Präventionsangeboten und phänomenologisch einschlägigem Kriminalitätsaufkommen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland aufgrund vielfältiger empirischer und methodischer Einschränkungen keine Identifikation kausaler Wirkzusammenhänge erlaubt - gleichwohl eröffnet die Analyse in dieser Form so noch nicht verfügbare empirische Perspektiven, die abschließend kritisch diskutiert werden. |
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| Item Description: | Literaturverzeichnis: Seite 505 |
| Physical Description: | Illustrationen |
