Lokale Repräsentationsspezifika der AfD im Vergleich: Klassenfragen im Kontext der sachsen-anhaltinischen Kommunalwahl 2024 = Class-based representation by the AfD inEast German local elections

In diesem Artikel werden deskriptive Repräsentationsmuster und -disparitäten der AfD auf kommunaler Ebene am Fallbeispiel der sachsen-anhaltinischen Kommunalwahlen 2024 herausgearbeitet. Ziel der Untersuchung ist, soziostrukturelle Merkmale der AfD-Kandidat:innen zu kontrastieren und mit den Profile...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. VerfasserIn: Dietze, Nikolas (Verfasst von)
Medienart: Elektronisch Aufsatz
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2025
In: ZRex
Jahr: 2025, Band: 5, Heft: 2, Seiten: 163-179
Online-Zugang: ResearchGate
Volltext (kostenfrei)
Rechteinformation:CC BY 4.0
Verfügbarkeit prüfen: HBZ Gateway
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Beschreibung
Zusammenfassung:In diesem Artikel werden deskriptive Repräsentationsmuster und -disparitäten der AfD auf kommunaler Ebene am Fallbeispiel der sachsen-anhaltinischen Kommunalwahlen 2024 herausgearbeitet. Ziel der Untersuchung ist, soziostrukturelle Merkmale der AfD-Kandidat:innen zu kontrastieren und mit den Profilen der CDU, SPD und Linken zu vergleichen. Methodisch erfolgt dies mittels einer deskriptiv-quantitativen Datenanalyse von 2.577 Kandidat:innen entlang berufs- und bildungsspezifischer Merkmale, die anschließend klassenspezifisch analysiert werden. Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass die AfD überproportional viele Kandidat:innen aus niedrigqualifizierter Produktions- und Dienstleistungsarbeit aufstellt und damit wesentlich repräsentativer für die ostdeutsche Sozialstruktur ist als die drei Vergleichsparteien, die primär hochqualifizierte Berufs- und Statusgruppen vertreten. Die Diskussion stellt mögliche Erklärungsansätze für diese Befunde heraus und unterstreicht, wie die AfD die soziale Frage von Verteilungsfragen weg hin zu nationalistischen und klassistischen Narrativen umdeutet.
Thi sarticle examines patterns and disparities of descriptive representation by the Alternative for Germany (AfD) at the local level,using the 2024 municipal elections in Saxony-Anhalt as a case study.The aim of the analysis is to contrast the socio-structural characteristics of AfD candidates and compare them with those of the CDU, SPD,and The Left. Methodologically, the study is based on a descriptive quantitative analysis of 2,577 candidates, focusing on occupational and educational attributes, which are subsequently as -sessed through a class-based analytical lens.The key findings reveal that the AfD disproportionately nominates candidates from low-skilled production and service occupations, making it significantly more representative of the East German social structure than the three comparison parties,which predominantly nominate candidates from highly qualified professional and status groups. The discussion explores potential explanations for these findings and emphasizes how the AfD reframes the socialquestion - shifting the focus from issues of distribution toward nationalist and classist narratives.
ISSN:2701-9632
DOI:10.3224/zrex.v5i2.01
Zugangseinschränkungen:Open Access