Inwieweit beeinflussen jugendstrafrechtliche Reaktionen das delinquente Verhalten von Jugendlichen?: eine Zusammenfassung von Befunden aus der Panelstudie Kriminalität in der modernen Stadt (CrimoC)

Delinquenz im Jugendalter ist ubiquitär und jugendstrafrechtliche Reaktionen dementsprechend recht weit verbreitet. Es gibt mittlerweile einige Forschung zu den Folgen dieser Reaktionen für die Legalbewährung betroffener junger Menschen, jedoch sind die meisten Studien von eher geringer Qualität. Di...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
VerfasserInnen: Kaiser, Florian (Verfasst von) ; Schaerff, Marcus 1976- (Verfasst von)
Medienart: Druck Aufsatz
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2025
In: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe
Jahr: 2025, Band: 37, Heft: 3, Seiten: 216-224
Verfügbarkeit prüfen: HBZ Gateway
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Beschreibung
Zusammenfassung:Delinquenz im Jugendalter ist ubiquitär und jugendstrafrechtliche Reaktionen dementsprechend recht weit verbreitet. Es gibt mittlerweile einige Forschung zu den Folgen dieser Reaktionen für die Legalbewährung betroffener junger Menschen, jedoch sind die meisten Studien von eher geringer Qualität. Dieser Beitrag fasst zum ersten Mal in deutscher Sprache die Befunde zu Sanktionswirkungen aus dem Projekt Kriminalität in der modernen Stadt (CrimoC) zusammen, eine der wenigen deutschen Untersuchungen, die aufgrund ihrer umfangreichen Paneldaten ein dem Untersuchungsgegenstand angemesseneres Analysedesign zulässt. Die Ergebnisse aus dem Projekt deuten an, dass Kontrollinterventionen insgesamt wenig Einfluss auf das weitere delinquente Verhalten von Jugendlichen haben, da die zumeist unwahrscheinlichen und dann eher milden Reaktionen generell keine substantiellen kriminalitätssenkenden- oder steigernden Prozesse auslösen. Dies ist jedoch keinesfalls ein alarmierendes Ergebnis, betrachtet man die internationale Studienlage, die eher kriminalitätssteigernde Sanktionseffekte findet. Vielmehr spricht es dafür, dass der Ansatz, viele Fälle aus dem formellen System zu divertieren und dadurch stigmatisierende Folgen zu verhindern, erfolgreich ist.
Beschreibung:Literaturverzeichnis: Seite 223-224
ISSN:1612-1864