Die Instrumentalisierung des Corona-Protestgeschehens durch rechtsextremistische Akteure: eine Analyse von Zielsetzung und Wirkung
Die Protestbewegung gegen die staatlichen Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie seit dem Frühjahr 2020 setzte sich aus einem überaus heterogenen Spektrum zusammen, das weitgehend von nicht-extremistischen Kräften unterschiedlicher Motivation geprägt war. Bei den Corona-Protestdemonstration...
| Main Author: | |
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| Format: | Print Article |
| Language: | German |
| Published: |
2024
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| In: |
Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung ...
Year: 2021, Issue: 1, Pages: 221-249 |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Summary: | Die Protestbewegung gegen die staatlichen Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie seit dem Frühjahr 2020 setzte sich aus einem überaus heterogenen Spektrum zusammen, das weitgehend von nicht-extremistischen Kräften unterschiedlicher Motivation geprägt war. Bei den Corona-Protestdemonstrationen versuchten aber auch Akteure mit extremistischer Motivation, Anschluss an die breite Masse der Demonstranten zu finden und systemfeindliche Positionen zu implementieren. Die Abhandlung widmet sich in Form einer Zwischenbilanz der Frage, über welchen Einfluss Rechtsextremisten innerhalb des Demonstrationsgeschehens im Zeitraum von Frühjahr 2020 bis zur weitgehenden Lockerung der Beschränkungsmaßnahmen im März 2022 verfügten. Im Ergebnis ist es Rechtsextremisten - gemessen an ihren in den Frühzeiten der Pandemie formulierten Zielsetzungen - nicht gelungen, inhaltlich prägend auf die Protestbewegung einzuwirken. Allenfalls haben regionale rechtsextremistische Akteure zeitweilig eine gewisse Bedeutung erlangt, deren Dauerhaftigkeit sich hinsichtlich ihrer Verankerung und Mobilisierungsfähigkeit aber noch erweisen muss. |
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