„… hab i ihm hing’führt, daß er’s aufwischt…“ – Gedanken über Demütigung und Gewalt

Der Beitrag thematisiert traumatisierende Gewalt und ihre Strukturen an einem historischen Beispiel: die Demütigungen jüdischer MitbürgerInnen während des so genannten „Anschlusses“ Österreichs an das Dritte Reich vor achtzig Jahren im März 1938 anhand einer Fotografie, die auf der Homepage des öste...

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Published in:Trauma
Main Author: Mitterhofer, Hermann (Author)
Format: Print Article
Language:German
Published: 2018
In:Trauma
Year: 2018, Volume: 16, Issue: 3, Pages: 6-18
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Summary:Der Beitrag thematisiert traumatisierende Gewalt und ihre Strukturen an einem historischen Beispiel: die Demütigungen jüdischer MitbürgerInnen während des so genannten „Anschlusses“ Österreichs an das Dritte Reich vor achtzig Jahren im März 1938 anhand einer Fotografie, die auf der Homepage des österreichischen Rundfunks (ORF) an das Ereignis erinnert. Die Demütigung und Gewalt, die die Fotografie zeigt, ist ebenso Gegenstand des Textes wie die Symbolik, die im Bild in Erscheinung tritt. Dieses Bild, so die These, wird damit zu einem spezifischen Erinnerungsort, zu einem Teil des kollektiven Gedächtnisses. Dies führt zu einer Verschiebung der Besonderheit des Bildes: Es wird zu einem dialektischen Bild (W. Benjamin), wodurch sich die historische Gewalt im Jetzt entlädt.
ISSN:2198-5685