Machtintervention im urbanen Raum

Die Kritische Kriminologie trat einst an, die traditionelle Kriminologie und ihre Täter wie ihre Strafrechtsorientierung kritisch in den Blick zu nehmen, ebenso die entsprechenden, empirisch vorfindbaren Formen sozialer Kontrolle. Diese haben sich heute verändert und damit auch die Konzepte der Krim...

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Detalles Bibliográficos
Autores principales: Krasmann, Susanne 1961- (Autor) ; Marinis, Pablo de 1968- (Autor)
Tipo de documento: Print Artículo
Lenguaje:Alemán
Publicado: 1997
En: Kriminologisches Journal
Año: 1997, Volumen: 29, Número: 3, Páginas: 162-185
Verificar disponibilidad: HBZ Gateway
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Descripción
Sumario:Die Kritische Kriminologie trat einst an, die traditionelle Kriminologie und ihre Täter wie ihre Strafrechtsorientierung kritisch in den Blick zu nehmen, ebenso die entsprechenden, empirisch vorfindbaren Formen sozialer Kontrolle. Diese haben sich heute verändert und damit auch die Konzepte der Kriminologie. Von ihr werden die Transformationen, etwa unter Stichworten wie„ Kontrollgesellschaft" oder„ Neue Kriminalpolitik", bereits diskutiert. Daß solche wissenschaftlichen Diagnosen und Diskussionen keineswegs erfundene Kunstprodukte sind, sondern Spiegel einer Realität, deren politische Wirkung und machtstrategische Reichweite man allerdings bisher noch kaum abschätzen kann, zeigt sich geradezu täglich in dem, was medial vermittelt diskutiert und vor Ort auch tatsächlich (wenn auch anders) beobachtbar ist: wenn z.B. die die Ordnung betreffende„ Unwirtlichkeit in den Städten" zum sicherheitspolitischen Thema gemacht oder das (als solches definierte) Drogenproblem im Hamburger Stadtteil St. Georg mit Maßnahmen der Platzverweisungen und Gebietsverbote angegangen wird. Dieser Beitrag nimmt die Politik der räumlichen Machtinterventionen als symptomatisches Beispiel, um einige dieser Transformationen im Bereich sozialer Kontrolle aufzuzeigen.
Currently there is a discussion not only in social science in general, but also in criminology ab out the change of the condition of society. Several different concepts serve to describe this shift e.g. from the disciplinary to the control or risk society. In criminology they claim the emergence of a new meta narrative, a new penology (Feeley/ Simon). The authors of this article confirm this diagnosis of a shift that is only beginning to take coherent shape, seeing it symptomatically proved in a certain area of crime policy: the kind of drug policy one can observe in Hamburg, which is a special form of intervention of power in urban space.
Notas:Literaturverzeichnis: Seite 183-185
ISSN:0341-1966