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"Szenen-Hopping" oder "eindeutige Selbstverortung" - Verändert sich die Zuordnung von Jugendlichen zu Szenen im Zeitvergleich?

Subkulturen als klassenspezifische Stilgruppen haben mittlerweile an Bedeutung verloren. Unter Individualisierungsbedingungen stehen Gemeinschaften des Typus "Szene" im Blickpunkt einer produktiven Szeneforschung, die sich bislang jedoch kaum mit Jugendlichen als einer spezifischen Gruppe...

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Bibliographic Details
Main Author: Eulenbach, Marcel
Contributors: Fraij, Amina (VerfasserIn)
Format: Print Article
Language:German
Published: 2018
In:Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation
Year: 2018, Volume: 38, Issue: 1, Pages: 24-40
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Summary:Subkulturen als klassenspezifische Stilgruppen haben mittlerweile an Bedeutung verloren. Unter Individualisierungsbedingungen stehen Gemeinschaften des Typus "Szene" im Blickpunkt einer produktiven Szeneforschung, die sich bislang jedoch kaum mit Jugendlichen als einer spezifischen Gruppe unter den Szenegänger/innen befasst. Der vorliegende Beitrag schließt diese Lücke und legt eine zeitvergleichende Analyse des Datenmaterials von zwei Jugendsurveys vor - den Studien "NRW-Kids" (Zinnecker et al. 2002) und "Jugend.Leben" (Maschke et al. 2013). Dabei wird mit der mehrfachen Szenezugehörigkeit von Jugendlichen ein in der Szeneforschung ebenfalls vernachlässigter Aspekt untersucht, dem wir mit der Unterscheidung von zwei Nutzungsstilen - dem "Szenen-Hopping" und der "eindeutigen Selbstverortung" - und ihrer Übertragung auf das empirische Material nachgehen. Die zeitvergleichende Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass es einen signifikanten Anstieg bei jugendlichen Szenegänger/innen gibt, die sich mehreren Szenen zuordnen. Dies spricht dafür, dass sich das Verhältnis Jugendlicher zu Szenen in jüngster Zeit verschoben hat.
ISSN:1436-1957