Delinquenz, kriminelle Karriere, Vollzug und Bewährung: erste Eindrücke aus einer empirischen Untersuchung über ehemals in der JVA Bremen untergebrachte und rückfällige Strafgefangene

Es werden erste Ergebnisse einer Evaluation des Bremer Strafvollzugs für alle zu Freiheitsstrafe ohne Bewährung Verurteilten der Aufnahmejahrgänge 2003 bis 2007 (n = 793) zusammengefasst und die bei Behandlungsuntersuchung und Prognose verwendete Methode der angewandten Kriminologie erläutert. Bei 3...

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Bibliographic Details
Main Author: Vollbach, Alexander (Author)
Format: Print Article
Language:German
Published: 2015
In: Forum Strafvollzug
Year: 2015, Volume: 64, Issue: 1, Pages: 43-47
Availability in Albert-Krebs Library:Z.01
56.2007 ff
Check availability: HBZ Gateway
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Description
Summary:Es werden erste Ergebnisse einer Evaluation des Bremer Strafvollzugs für alle zu Freiheitsstrafe ohne Bewährung Verurteilten der Aufnahmejahrgänge 2003 bis 2007 (n = 793) zusammengefasst und die bei Behandlungsuntersuchung und Prognose verwendete Methode der angewandten Kriminologie erläutert. Bei 359 der Untersuchten wurde die Legalbewährung überprüft: 53 % haben drei Jahre nach ihrer Entlassung keine weiteren Eintragungen im Bundeszentralregister. Ergänzend werden sechs durch verschiedene Merkmale unterschiedene Gruppen gebildet, die den Verlaufsformen der Angewandten Kriminologie entsprechen. Deren Bewährungsraten liegen zwischen 75 % (Typ "sozial integriert", Kriminalität bei sozialer Unauffälligkeit) und 29 % ("Stammgast", frühe strafrechtliche Auffälligkeit). Es zeigt sich, dass Rückfällige im Vollzug erhebliche Auffälligkeiten aufweisen, dort selten gefördert und im Rahmen der Entlassungsvorbereitung kaum gelockert werden. Gefordert wird deshalb, den Vollzug nicht selektiv zu Gunsten der sozial Integrierten zu gestalten. Auf weitere Untersuchungen wird hingewiesen.
ISSN:1865-1534