Reform des Schwangerschaftsabbruchsrechts?

Bad cases shouldn’t make bad law: Wer auf Grundlage des erstinstanzlichen Urteils gegen eine Gießener Ärztin reflexhaft die Streichung des § STGB § 219 a StGB fordert, legt Hand an eine tragende Säule jenes Kompromisses, der eine fast drei Jahrzehnte währende, harte Debatte befriedete. Politische un...

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Detalles Bibliográficos
Autor principal: Kubiciel, Michael 1973- (Autor)
Tipo de documento: Print Artículo
Lenguaje:Alemán
Publicado: 2018
En: Zeitschrift für Rechtspolitik
Año: 2018, Volumen: 51, Número: 1, Páginas: 13-15
Journals Online & Print:
Gargar...
Disponibilidad en Tübingen:Disponible en Tübingen.
IFK: In: Z 4
Verificar disponibilidad: HBZ Gateway
Palabras clave:
Descripción
Sumario:Bad cases shouldn’t make bad law: Wer auf Grundlage des erstinstanzlichen Urteils gegen eine Gießener Ärztin reflexhaft die Streichung des § STGB § 219 a StGB fordert, legt Hand an eine tragende Säule jenes Kompromisses, der eine fast drei Jahrzehnte währende, harte Debatte befriedete. Politische und verfassungsrechtliche Bedingung der geltenden – liberalen – Fristenlösung ist nämlich, dass dem Abbruch eine Beratung vorausgeht, die „dem Schutz des ungeborenen Lebens“ dient (§ STGB § 219 STGB § 219 Absatz I 1 StGB). Diesem strukturierten Beratungsmodell widerspräche es, wenn gleichzeitig eine (nicht-regulierte) Werbung für die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen erlaubt würde.
ISSN:0514-6496