Einflussnahme und Rekrutierungsstrategien von Rechtsextremisten auf gewaltbereite Fußballfangruppierungen: eine Fallstudie zu Bremen
In den letzten Jahrzehnten entzündeten sich europaweit anlassbedingt immer wieder Diskussionen über die rechtsextremistische Einflussnahme auf Hooligan-Gruppierungen. Die 2014 festgestellten Formen politischer Beteiligung von Hooligans an Labels wie "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) od...
| Main Author: | |
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| Format: | Print Article |
| Language: | German |
| Published: |
2016
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| In: |
Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung ...
Year: 2016, Volume: 6, Issue: 1, Pages: 166-192 |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Keywords: |
| Summary: | In den letzten Jahrzehnten entzündeten sich europaweit anlassbedingt immer wieder Diskussionen über die rechtsextremistische Einflussnahme auf Hooligan-Gruppierungen. Die 2014 festgestellten Formen politischer Beteiligung von Hooligans an Labels wie "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) oder "Gemeinsam Stark Deutschland" (GSD) werfen auch aktuell Fragen bezüglich gemeinsamer Strukturen beider Szenen und der Größe ihrer gemeinsamen Schnittmenge auf. Sind Hooligans tatsächlich so "unpolitisch" wie sie vorgeben oder zeigt sich an den immer wiederkehrenden Diskussionen um rechtsextremistische Hooligans und an ihrem aktuellen Mobilisierungspotential, dass die Auswirkungen rechtsextremistischer Einflussnahme doch größer sein könnten, als bisher angenommen? Dieser Beitrag untersucht anhand konkreter Fallbeispiele aus Bremen die verschiedenen Erscheinungsformen rechtsextremistischer Einflussnahme auf Hooligans, von den 1980er Jahren bis heute, und bildet deren Auswirkungen u.a. anhand einer Bestimmung der gemeinsamen Schnittmenge ab. Dazu werden Politisierungsprozesse herausgearbeitet und kritische Faktoren abgeleitet, welche die Aussagekraft einer Schnittmengenanalyse beeinflussen können.... |
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