Soziologie sozialer Ungleichheit

Soziale Ungleichheit ist ein klassisches Feld der Soziologie. Inwiefern kann man dieses Themenfeld aber als eine spezielle Soziologie kennzeichnen, wenn ihr Gegenstand so umfassend ist, wenn soziale Ungleichheit neben der funktionalen Differenzierung eine makrosoziale Hauptachse der Gesellschaftsana...

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Bibliographic Details
Main Author: Burzan, Nicole
Format: Print Article
Language:German
Published: 2010
In:Handbuch spezielle Soziologien
Year: 2010, Pages: [525]-538
Online Access: Auszug
Availability in Tübingen:Present in Tübingen.
IFK: In: O I 345
Check availability: HBZ Gateway
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Description
Summary:Soziale Ungleichheit ist ein klassisches Feld der Soziologie. Inwiefern kann man dieses Themenfeld aber als eine spezielle Soziologie kennzeichnen, wenn ihr Gegenstand so umfassend ist, wenn soziale Ungleichheit neben der funktionalen Differenzierung eine makrosoziale Hauptachse der Gesellschaftsanalyse darstellt? Dies ist deshalb sinnvoll, weil es eine Vielfalt soziologischer Arbeiten zu Erscheinungsformen und Ursache- Wirkungszusammenhängen von sozialer Ungleichheit gibt, die nicht in jedem Fall ihren Schwerpunkt auf die theoretische Gesamtsicht der Gesellschaft setzen. Nichtsdestoweniger müssen solche Arbeiten zumindest implizit eine Position dazu einnehmen, welchen Stellenwert der untersuchte Ausschnitt für soziale Ungleichheit insgesamt hat. Betrachtet man etwa Migration als Ungleichheitsmerkmal, ist immer auch zu klären, ob und inwiefern der Migrantenstatus als eigenständiges Merkmal oder nur in Verbindung z.B. mit niedriger Bildung die Lebenschancen beeinflusst. Bildung ist als Ungleichheitsmerkmal auch deshalb so zentral, weil die Ausbildung weitreichende Auswirkungen auf die Lebenschancen in vielen anderen Bereichen, dem Beruf, dem Konsum, der Freizeit etc. hat. Anwendungsfelder der Thematik „soziale Ungleichheit“ gibt es viele.
Item Description:Literaturverzeichnis: Seite 536-538