Soziologie der Freizeit

Freizeit hat sich im vergangenen halben Jahrhundert immer mehr zu einem dominierenden Bereich moderner Gesellschaften entwickelt, was sich an der Konjunktur des Begriffes Freizeitgesellschaft ablesen lässt. Innerhalb der Soziologie ist Freizeit aber erst seit einigen Jahrzehnten zum Thema geworden....

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Bibliographic Details
Main Author: Prahl, Hans-Werner
Format: Print Article
Language:German
Published: 2010
In:Handbuch spezielle Soziologien
Year: 2010, Pages: [405]-420
Online Access: Auszug
Availability in Tübingen:Present in Tübingen.
IFK: In: O I 345
Check availability: HBZ Gateway
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Description
Summary:Freizeit hat sich im vergangenen halben Jahrhundert immer mehr zu einem dominierenden Bereich moderner Gesellschaften entwickelt, was sich an der Konjunktur des Begriffes Freizeitgesellschaft ablesen lässt. Innerhalb der Soziologie ist Freizeit aber erst seit einigen Jahrzehnten zum Thema geworden. In der frühen Soziologie des 19. Jahrhunderts taucht der Begriff Freizeit nicht auf, auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts findet das Stichwort Freizeitsoziologie kaum Verwendung – Ausnahmen: Kulturkritik und Erziehung. Ins Blickfeld der Soziologie rückte Freizeit erst in den Jahren nach 1950, weil neue Problemdefinitionen aufkamen, nämlich die Frage gestellt wurde, ob Kinder, Jugendliche und Alte mit ihrer Freizeit etwas anfangen konnten oder ob aus Langeweile und nicht sinnvoller Tätigkeit gesellschaftliche Probleme entstünden. Jugendproteste wurden ebenso auf ein Zuviel an Freizeit zurück geführt wie der vermeintliche Pensionierungsschock der Alten. Solche Thematisierungen änderten sich erst nach 1960 als das faktische Ausmaß von Freizeit größer und für die Mehrheit der Bevölkerung erreichbar wurde.
Item Description:Literaturverzeichnis: Seite 419-420