Rechtssoziologie

Gegenstand der Rechtssoziologie sind vor allem Rechtsinstitutionen, Rechtsberufe und rechtsbezogenes Handeln. Ganz grundlegend kommt dabei auch in den Blick, wie Regeln zu Recht gemacht werden. Interessen, Konflikte, Werte und Herrschaftsverhältnisse prägen den Umgang mit Recht. Zugleich aber ist da...

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Bibliographic Details
Main Author: Machura, Stefan
Format: Print Article
Language:German
Published: 2010
In:Handbuch spezielle Soziologien
Year: 2010, Pages: [379]-392
Online Access: Auszug
Availability in Tübingen:Present in Tübingen.
IFK: In: O I 345
Check availability: HBZ Gateway
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Description
Summary:Gegenstand der Rechtssoziologie sind vor allem Rechtsinstitutionen, Rechtsberufe und rechtsbezogenes Handeln. Ganz grundlegend kommt dabei auch in den Blick, wie Regeln zu Recht gemacht werden. Interessen, Konflikte, Werte und Herrschaftsverhältnisse prägen den Umgang mit Recht. Zugleich aber ist das Recht die wirksamste normative Ordnung einer Gesellschaft. Es beeinflusst seinerseits mutmaßlich alle sozialen Zusammenhänge. Die Pflichten und Rechte von Käufern und Verkäufern, von Haushaltsmitgliedern, von Schülern und Lehrern, von Verkehrsteilnehmern, von Vorgesetzten und Mitarbeitern im Betrieb sind rechtlich geregelt, ja das Recht definiert bereits die jeweiligen Rollen. Erwartungen werden durch Recht abgesichert und damit ermöglicht es lange Handlungsketten, auch zwischen einander Fremden, über Generationen und über Staatengrenzen hinweg. Soziale Chancen werden durch Recht eröffnet, wieder andere Handlungsmöglichkeiten werden verstellt. Recht ist wandelbar, es ist Ergebnis und Agent sozialen Wandels.
Item Description:Literaturverzeichnis: Seite 390-392