Nemo tenetur se ipsum accusare: systematische Antwortverzerrungen bei der Befragung justizieller Akteure zur Verständigung im Strafprozess = You have the right to remain silent : systematic response bias of legal practitioners in a survey about plea bargaining

Der vorliegende Artikel stützt sich auf die Daten eines bereits abgeschlossenen Forschungsprojekts zur Verständigung im Strafprozess. In den Ergebnissen dieser Studie finden sich im Antwortverhalten deutliche Berufsgruppenunterschiede und mehrere Hinweise für das Vorliegen einer systematischen Verze...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
VerfasserInnen: Iberl, Benedikt (Verfasst von) ; Kinzig, Jörg 1962- (Verfasst von)
Medienart: Elektronisch Aufsatz
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2022
In: Rechtspsychologie
Jahr: 2022, Band: 8, Heft: 4, Seiten: 499-517
Online-Zugang: Volltext (lizenzpflichtig)
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Beschreibung
Zusammenfassung:Der vorliegende Artikel stützt sich auf die Daten eines bereits abgeschlossenen Forschungsprojekts zur Verständigung im Strafprozess. In den Ergebnissen dieser Studie finden sich im Antwortverhalten deutliche Berufsgruppenunterschiede und mehrere Hinweise für das Vorliegen einer systematischen Verzerrung durch den Effekt der sozialen Erwünschtheit, insbesondere bei Richtern. Aus dem Forschungsstand werden Erklärungsansätze für diese Beobachtung abgeleitet und erläutert. Abschließend erfolgt die Vorstellung von Randomized Response Modellen als Lösungsansatz für den Umgang mit systematischen Antwortverzerrungen durch sensible Fragen in der kriminologischen Forschung.
The paper at hand is based on data from an already completed research project regarding plea bargaining. The results of this study contain clear differences in response behavior across professions and multiple hints towards the existence of systematic social desirability bias, especially within judges. Different explanatory approaches for this observation are derived and explained from the current state of research. Finally, randomized response models are presented as a possible solution for handling systematic response bias caused by sensitive questions in criminological research.
Beschreibung:Literaturverzeichnis: Seite 512-517
Physische Details:Illustrationen
ISSN:2942-335X
DOI:10.5771/2365-1083-2022-4-499