RT Article T1 Für das Jugendstrafrecht bedeutsame kriminalpolitische Entwicklungen: ein Blick auf das Cannabisgesetz JF Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe VO 36 IS 2 SP 124 OP 137 A1 Swoboda, Sabine 1975- LA German YR 2025 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1931944350 AB Der Beitrag behandelt die Regelungsstruktur und die juristischen Rätsel des Cannabisgesetztes. Der Schwerpunkt liegt auf den strafprozessualen Folgefragen, die in der Rechtsprechung seit April 2024 besondere Aufmerksamkeit erlangt haben und mit dafür verantwortlich sind, dass die Unionsparteien jetzt bereits wieder die Abschaffung des Cannabisgesetzes fordern. Dabei geht es um strafprozessuale Lücken des Gesetzes, generell die Unmöglichkeit, das Cannabisgesetz konsistent auszulegen, die seltsamen Ergebnisse, zu denen es z. T. in den noch laufenden BtMG-Verfahren bei der Umstellung der vorherigen BtMG-Strafvorwürfe auf die neuen Cannabistatbestände kam, und darum, wie die „Frühintervention“ nach § 7 KCanG aussieht, in wessen Zuständigkeit sie jetzt fällt, nachdem die Strafverfolgungsbehörden mangels Sanktionsdrucks auf geringfügigen Cannabisbesitz und -konsum nicht reagieren können, und v. a., wer sie finanziert. NO Literaturverzeichnis: Seite 136-137 K1 Regelungsstruktur und Ungereimtheiten des Cannabisgesetzes K1 Konsum-Cannabisgesetz (KCanG) K1 Geldwäscheproblematik K1 Gebot teleologischer Reduktion der Straf- und OWi-Tatbestände