RT Article T1 Die voluntaristische Kriminalitätstheorie JF Kriminalsoziologie SP 51 OP 79 A1 Hermann, Dieter 1951- LA German YR 2024 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1909428639 AB Die voluntaristische Kriminalitätstheorie postuliert, dass erstens Kriminalität maßgeblich von den Wertorientierungen der Handelnden und zweitens Kriminalitätsraten von gesellschaftlichen Werten abhängig sind, wobei Normen jeweils eine vermittelnde Funktion einnehmen. Die theoretische Grundlage ist die Handlungs- und Systemtheorie von Talcott Parsons, die auf das Phänomen Kriminalität übertragen wurde. Die postulierten Beziehungen wurde mehrfach überprüft und konnte nicht falsifiziert werden. Die zentrale Bedeutung von Werten in der voluntaristischen Kriminalitätstheorie erfordert ferner die Beantwortung von Fragen nach der Entstehung und Veränderung von Werten. Die empirischen Studien zu der Thematik lassen eine intergenerationale Transmission religiöser Werte vermuten und eine selbstständige Ableitung weiterer Werte auf der Grundlage religiöser Werte. Die Untersuchungen zum Wandel individueller Werte zeigen einen Einfluss einschneidender Ereignisse wie beispielsweise eine Inhaftierung sowie einen Wertewandel in der Adoleszenz. NO Literaturverzeichnis: Seite 74-79 SN 9783848789740 K1 Kriminalitätstheorie K1 allgemeine Werte K1 Werte K1 Erklärung von Kriminalität K1 Normen K1 Frame-Selektion K1 Kriminalitätstheorie : Wert