Die voluntaristische Kriminalitätstheorie

Die voluntaristische Kriminalitätstheorie postuliert, dass erstens Kriminalität maßgeblich von den Wertorientierungen der Handelnden und zweitens Kriminalitätsraten von gesellschaftlichen Werten abhängig sind, wobei Normen jeweils eine vermittelnde Funktion einnehmen. Die theoretische Grundlage ist...

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Bibliographic Details
Main Author: Hermann, Dieter 1951- (Author)
Format: Print Article
Language:German
Published: 2024
In: Kriminalsoziologie
Year: 2024, Pages: 51-79
Check availability: HBZ Gateway
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520 |a Die voluntaristische Kriminalitätstheorie postuliert, dass erstens Kriminalität maßgeblich von den Wertorientierungen der Handelnden und zweitens Kriminalitätsraten von gesellschaftlichen Werten abhängig sind, wobei Normen jeweils eine vermittelnde Funktion einnehmen. Die theoretische Grundlage ist die Handlungs- und Systemtheorie von Talcott Parsons, die auf das Phänomen Kriminalität übertragen wurde. Die postulierten Beziehungen wurde mehrfach überprüft und konnte nicht falsifiziert werden. Die zentrale Bedeutung von Werten in der voluntaristischen Kriminalitätstheorie erfordert ferner die Beantwortung von Fragen nach der Entstehung und Veränderung von Werten. Die empirischen Studien zu der Thematik lassen eine intergenerationale Transmission religiöser Werte vermuten und eine selbstständige Ableitung weiterer Werte auf der Grundlage religiöser Werte. Die Untersuchungen zum Wandel individueller Werte zeigen einen Einfluss einschneidender Ereignisse wie beispielsweise eine Inhaftierung sowie einen Wertewandel in der Adoleszenz. 
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