RT Book T1 Tödliche Razzia: Antisemitismus, Polizeigewalt und die Erschießung eines Auschwitz-Überlebenden in Stuttgart 1946 T2 Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart JF Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart A1 Geib, Io Josefine LA German PP Stuttgart PB verlag regionalkultur YR 2024 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1907268596 AB Stuttgart, 29. März 1946: Im Zuge einer Schwarzmarkt-Razzia wird der Auschwitz-Überlebende Shmuel Dancyger von einem deutschen Polizisten erschossen. Erst kurze Zeit zuvor hatte er seine Familie wiedergefunden: Auch seine Frau und Kinder hatten das Vernichtungslager überlebt. Gemeinsam bewohnten sie ein Zimmer in der oberen Reinsburgstraße. Von 1945 bis 1949 lebten hier, in einem aus beschlagnahmten Privatwohnungen bestehenden Displaced Persons-Camp, hunderte polnisch-jüdische Holocaustüberlebende. Auf baldige Emigration nach Israel oder in die USA hoffend, etablierten sie im Stuttgarter Westen unter alliiertem Schutz ein vielfältiges, selbstverwaltetes Alltags- und Kulturleben. AB Die tödliche Razzia im März 1946 war ein brutaler Übergriff auf diesen Schutzraum. Wie war das möglich, kaum ein Jahr nach Kriegsende? Wie konnte die Stuttgarter Polizei eine weitgehend eigenmächtige Razzia durchführen – war sie doch den US-Alliierten unterstellt? Weshalb wurde der Täter nie identifiziert, obwohl die Amerikaner im Nachgang Ermittlungen anstellten? Wie reagierten die jüdischen Überlebenden auf die Razzia? Diese Fragen stehen im Zentrum des Buches, das sich vor allem dem Zusammenhang von Antisemitismus und polizeilicher Resouveränisierung und der Selbstbehauptung der jüdischen Überlebenden im DP-Camp widmet. NO Quellen- und Literaturverzeichnis: Seite 178-184 NO Enthält ein Personenregister CN a SN 9783955054977 SN 3955054977 K1 Geschichte 1946 K1 Nachkriegszeit K1 Antisemitismus K1 Displaced Person K1 DP-Lager K1 Polizei K1 Gewalttätigkeit K1 Razzia K1 Erschießung K1 Stuttgart K1 Stuttgart : DP-Lager : Razzia : Polizei : Antisemitismus : Geschichte 1946