RT Article T1 Vorurteile, Diskriminierung und Hassgewalt JF Kriminalsoziologie SP 487 OP 504 A1 Wagner, Ulrich 1951- LA German YR 2024 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1905217544 AB Vorurteile, Diskriminierung und Hassgewalt zwischen Gruppen gehen wesentlich auf die auf die menschliche Fähigkeit zurück, die Umwelt zu kategorisieren. Diese Fähigkeit birgt aber auch Gefahren: Die Selbstzuordnungen zu Gruppen und die Zuordnung anderer zu fremden Gruppen geht oft damit einher, die fremde Gruppe und ihre Mitglieder abzuwerten, zu diskriminieren oder gewalttätig gegen sie vorzugehen. Das Motiv dahinter ist, so die eigene Gruppe und die daran gebundene Identität aufzuwerten. Der Mechanismus wird verschärft, wenn Emotionen ins Spiel kommen und wenn Menschen den Eindruck haben, Mitglieder der fremden Gruppe gefährdeten materielle oder ideelle Ressourcen der eigenen Gruppe. Oft greift der psychologische Mechanismus der ingroup-outgroup Differenzierung auf historisch überlieferte Feindbilder zurück. Er lässt sich leicht aktivieren, wenn Politik und Medien bestimmte Menschen als bedrohliche Fremdgruppe konstruieren. Geht eine starke ingroup-Identifikation mit erhöhte Gewaltbereitschaft einher, besteht die Gefahr, dass es zu Hassgewalt kommt. NO Literaturverzeichnis: Seite 500-504 SN 9783848789740 K1 Vorurteile K1 Diskriminierung K1 Hassgewalt K1 Kategorisierung K1 ingroup-bias K1 Vorurteil : Diskriminierung : Gewalt