RT Article T1 Eine Gefahr für die konstitutionelle Demokratie?: (Linke) Identitätspolitik zwischen Emanzipation und Extremismus JF Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung ... IS 2 SP 309 OP 335 A1 Mannewitz, Tom 1987- LA German YR 2021 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1895039126 AB Der Beitrag untersucht das Verhältnis vor allem linker Identitätspolitik zu den Normen und Regeln des demokratischen Verfassungsstaates, strukturelle Parallelen zu extremistischen Ideologien sowie die Gefahren für die Stabilität der Demokratie. Empirische Beispiele zeigen, dass der identitätspolitische Diskurs auf struktureller Ebene in Teilen von exklusiven Erkenntnisansprüchen, Dogmatismus, Essentialismus und Manichäismus geprägt ist. Inhaltlich bestehen große Vorbehalte gegenüber Universalismus, Individualismus und dem ergebnisoffenen gesellschaftlichen Diskurs. Hinzu kommt das spalterische Potential linker Identitätspolitik, die als Elitenthema das Trennende sucht und Gegenreaktionen provoziert. Ihr geht es häufig um Identitäten und deren Anerkennung, nicht um Problemlösung. Schließlich weist die Bewegung erhebliches Radikalisierungspotential auf. Das macht sie zu einer Bewährungsprobe für die Demokratie.