Eine Gefahr für die konstitutionelle Demokratie?: (Linke) Identitätspolitik zwischen Emanzipation und Extremismus

Der Beitrag untersucht das Verhältnis vor allem linker Identitätspolitik zu den Normen und Regeln des demokratischen Verfassungsstaates, strukturelle Parallelen zu extremistischen Ideologien sowie die Gefahren für die Stabilität der Demokratie. Empirische Beispiele zeigen, dass der identitätspolitis...

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Bibliographic Details
Main Author: Mannewitz, Tom 1987- (Author)
Format: Print Article
Language:German
Published: 2024
In: Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung ...
Year: 2021, Issue: 2, Pages: 309-335
Check availability: HBZ Gateway

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520 |a Der Beitrag untersucht das Verhältnis vor allem linker Identitätspolitik zu den Normen und Regeln des demokratischen Verfassungsstaates, strukturelle Parallelen zu extremistischen Ideologien sowie die Gefahren für die Stabilität der Demokratie. Empirische Beispiele zeigen, dass der identitätspolitische Diskurs auf struktureller Ebene in Teilen von exklusiven Erkenntnisansprüchen, Dogmatismus, Essentialismus und Manichäismus geprägt ist. Inhaltlich bestehen große Vorbehalte gegenüber Universalismus, Individualismus und dem ergebnisoffenen gesellschaftlichen Diskurs. Hinzu kommt das spalterische Potential linker Identitätspolitik, die als Elitenthema das Trennende sucht und Gegenreaktionen provoziert. Ihr geht es häufig um Identitäten und deren Anerkennung, nicht um Problemlösung. Schließlich weist die Bewegung erhebliches Radikalisierungspotential auf. Das macht sie zu einer Bewährungsprobe für die Demokratie. 
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