Die Konstruktion von Männlichkeit im extrem rechten Terror: eine tiefenhermeneutische Betrachtung des rechtsterroristischen Anschlags in Halle 2019 = The construction of masculinity in extreme right-wing terror - a depth-hermeneutic consideration of the right-wing terrorist attack in Halle 2019

Der Beitrag untersucht die Konstruktion von Männlichkeit im extrem rechten Terror am Beispiel des Anschlags in Halle 2019. Im Zentrum der Analyse steht eine tiefenhermeneutische Interpretation des Tatvideos, welches vom Täter während der Tat live gestreamt wurde. Es wird gezeigt, dass die Männlichke...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. VerfasserIn: Selbmann, Regula (Verfasst von)
Medienart: Elektronisch Aufsatz
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2023
In: ZRex
Jahr: 2023, Band: 3, Heft: 2, Seiten: 192-206
Online-Zugang: Volltext (kostenfrei)
Rechteinformation:CC BY 4.0
Verfügbarkeit prüfen: HBZ Gateway
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Beschreibung
Zusammenfassung:Der Beitrag untersucht die Konstruktion von Männlichkeit im extrem rechten Terror am Beispiel des Anschlags in Halle 2019. Im Zentrum der Analyse steht eine tiefenhermeneutische Interpretation des Tatvideos, welches vom Täter während der Tat live gestreamt wurde. Es wird gezeigt, dass die Männlichkeitskonstruktion des Täters von Halle eng mit der Unfähigkeit, Ambiguitäten auszuhalten, in Verbindung gebracht werden kann. Darüber hinaus wird veranschaulicht, dass sich die Tat als Initiationsritus in ein männliches (Online‐)Kollektiv und damit als ein Versuch der Mann-Werdung verstehen lässt. Theoretisch gerahmt und diskutiert werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund der psychoanalytisch geprägten Arbeiten der kritischen Männlichkeitsforschung von Klaus Theweleit und Rolf Pohl.
The article examines the construction of masculinity in extreme right-wing terror, using the example of the attack in Halle 2019. The analysis focuses on an ‘in-depth hermeneutics’ interpretation of the crime video, which was livestreamed by the perpetrator. It is shown that the perpetrator’s construction of masculinity is closely related to his inability to endure ambiguities. Furthermore, it is illustrated that the attack can be understood as an initation rite into a male (online) collective. The results are theoretically framed and discussed against the background of the psychoanalytically influenced work of critical masculinity research by Klaus Theweleit and Rolf Pohl.
Beschreibung:Literaturverzeichnis: Seite 204-206
ISSN:2701-9632
DOI:10.3224/zrex.v3i2.03
Zugangseinschränkungen:Open Access