RT Book T1 Brutalisierung der Jugendgewalt - gefühlte oder reale Zunahme von Straftaten?: eine Untersuchung anhand von Makrodaten amtlicher Statistiken und einer Kohortenstudie junger männlicher Insassen im Jugendstrafvollzug Baden-Württemberg T2 Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie JF Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie A1 Schaffer, Bernadette LA German PP Tübingen PB TOBIAS-lib Universitätsbibliothek Tübingen YR 2022 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1814133798 AB Immer wieder geraten Gewalttaten von Jugendlichen in den Fokus der Öffentlichkeit. Dabei wird häufig ein besonderes Augenmerk auf die vermeintlich gestiegene Brutalität der Taten gelegt. Dagegen steht die Argumentation im Raum, dass Jugendkriminalität und Jugendgewalt zurückgehe und auch eine Zuspitzung der Qualität der Taten nicht zu erkennen sei. Dies könne man auch daran erkennen, dass die schweren Gewalttaten keine signifikanten Anstiege erleben. In einem ersten Schritt widmet sich diese Arbeit daher der Analyse der Entwicklung der Quantität der Jugendgewalt und deren strafrechtlicher Bewertung. Diese erfolgt anhand der Daten amtlicher Statistiken, und zwar der Polizeilichen Kriminalstatistik, der Strafverfolgungsstatistik sowie der Strafvollzugsstatistik. Die Auswertung der Statistiken bietet einen ersten Zugang zur Beantwortung der Frage nach einer gestiegenen Quantität sowie Qualität der Gewalttaten. Bezüglich der registrierten Jugendgewalt lässt sich anhand der differenzierten Analyse verschiedener Gewaltdelikte ein Rückgang bzw. mindestens eine Konstanz der Gewalttaten nachweisen. Wenngleich es dabei Hinweise gibt, die auch gegenteilig interpretiert werden können, unterstützt die Analyse den Befund, dass die Intensität der Gewalttaten nicht zugenommen hat. Diese Analysen lassen jedoch keine eindeutigen Schlussfolgerungen explizit zur Brutalität einzelner Taten zu. Hierfür fehlt es an weiteren in der Handlung liegenden Details. Daher liegt der Schwerpunkt der Dissertation darauf, diese Lücke zu schließen, indem sie sich explizit dem Vergleich der Brutalität von Jugendlichen, der konkreten Gewaltausübung während der Gewalttat, den genaueren Formen, den (Begleit-)Umständen und auch den Konsequenzen für die Opfer zuwendet. Für diesen Vergleich werden Gerichtsurteile jugendlicher Inhaftierter aus den Jahren 1991/1992 und 2009/2010 herangezogen, die mindestens wegen einer Raubstraftat gerichtlich in Erscheinung traten. Zusammenfassend zeigt sich in beiden Stichproben eine beachtliche Konstanz der Ergebnisse, das heißt, es kann kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Brutalität der Gewalttaten zwischen den Jahrgängen festgestellt werden. CN 340 SN 9783937368955 K1 Jugendkriminalität K1 Strafvollzug K1 Gewalt K1 Jugendlicher K1 Jugendstrafvollzug K1 Aktenanalyse K1 Kriminalstatistik K1 Polizeiliche Kriminalstatistik K1 Empirische Forschung K1 Kriminologie K1 Baden-Württemberg K1 Hochschulschrift K1 Jugendlicher Täter : Gewalttätigkeit : Gewaltdelikt : Kriminalstatistik : Strafanzeige : Medien : Gesetz