RT Article T1 Stalking - Zwischen Strafrechtsverletzung und Psychopathologie: ein verstehender Ansatz JF Rechtspsychologie VO 4 IS 1 SP 68 OP 84 A1 Friedland, Inna A2 Ortiz-Müller, Wolf 1961- A2 Lau, Steffen 1965-2023 LA German YR 2018 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1642152765 AB Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über gesetzliche Grundlagen des Straf-tatbestands Stalking, die Novellierung des „Stalkingparagraphen“ § 238 StGB und die bisherige Strafverfolgungspraxis. Probleme bei Definition und Erfassung von Stalking und das psychologische Konzept des Problemverhaltens werden vorgestellt. Anschließend erfolgt einen Überblick über Prävalenz, Demographie und Typologien. Risikoanalyse und Bedrohungsmanagement sind Bestandteile eines interdisziplinären Vorgehens, um die Sicherheit der Betroffenen einzuschätzen und zu erhöhen. Darauf basierende Täterinterventionen bezwecken, Stalkingverhalten zu unterbinden. Ein verste-hender Ansatz zielt darauf ab, mit Stalker*innen die fremdschädigende Kompensation der eigenen Kränkung zu erarbeiten, um adäquatere Umgangsweisen mit Zurückweisung zu erlernen. In der forensischen Praxis ist häufig die Frage einer Einschränkungder Schuldfähigkeit zu beantworten. Diese Problematik wird anhand eines Fallbeispiels erläutert. K1 Stalking K1 Nachstellungsgesetz § 238 StGB K1 Prävalenz K1 Stalkingtypologie, K1 Risikoanalyse K1 Bedrohungsmanagement K1 Täterintervention K1 Forensische Psychiatrie K1 Schuldfähigkeit DO 10.5771/2365-1083-2018-1-68