Predictive Policing: Algorithmenbasierte Straftatprognosen zur vorausschauenden Kriminalintervention

Prävention – also die Verhinderung eines negativen Ereignisses – ist ein Ideal, das die Menschen seit Jahrhunderten umtreibt. Besondere Bedeutung erlangt die Vorstellung bei negativen Ereignissen mit gravierenden Folgen – so etwa im Gesundheitsbereich, aber eben auch bei Kriminalität. Das Strafrecht...

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Bibliographic Details
Main Author: Singelnstein, Tobias 1977- (Author)
Format: Print Article
Language:German
Published: 2018
In: Neue Zeitschrift für Strafrecht
Year: 2018, Volume: 38, Issue: 1, Pages: 1-9
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Description
Summary:Prävention – also die Verhinderung eines negativen Ereignisses – ist ein Ideal, das die Menschen seit Jahrhunderten umtreibt. Besondere Bedeutung erlangt die Vorstellung bei negativen Ereignissen mit gravierenden Folgen – so etwa im Gesundheitsbereich, aber eben auch bei Kriminalität. Das Strafrecht konnte diesen Wunsch bislang nur mittelbar bzw. in engen Grenzen erfüllen. Umso faszinierender scheint es, wenn neue Techniken der Datenauswertung versprechen, Verbrechen vorhersagen zu können. Die Polizei könnte auf der Basis dieser Informationen Straftaten verhindern, bevor sie begangen werden. Solche polizeilichen Strategien firmieren unter dem Begriff des „Predictive Policing“, also der vorhersagenden oder vorausschauenden Polizeiarbeit und erreichen nach der Verbreitung in den USA nun auch Europa.
ISSN:0720-1753