Kriminalität durch Aussiedler in Hannover und Wolfsburg - Weiterhin kein Problem?

Nach der Anomietheorie von Durkheim und Merton z.B. wäre zu erwarten, dass Spätaussiedler stärker kriminalitätsbelastet sind als Deutsche ohne Migrationshintergrund. Zur Prüfung dieser Frage werden die Erkenntnisse aus zwei Untersuchungszeiträumen (1998 -2001 und 2002 - 2004) verglichen. Die Ergebni...

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Main Author: Gluba, Alexander (Author)
Format: Print Article
Language:Undetermined language
Published: 2006
In: Kriminalistik
Year: 2006, Volume: 60, Issue: 2, Pages: 104-109
Check availability: HBZ Gateway
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Description
Summary:Nach der Anomietheorie von Durkheim und Merton z.B. wäre zu erwarten, dass Spätaussiedler stärker kriminalitätsbelastet sind als Deutsche ohne Migrationshintergrund. Zur Prüfung dieser Frage werden die Erkenntnisse aus zwei Untersuchungszeiträumen (1998 -2001 und 2002 - 2004) verglichen. Die Ergebnisse liefern keinen Beleg für diese Theorie und widersprechen auch der häufig kolportierten Auffassung eines bedrohlichen Ausmaßes der Aussiedlerkriminalität. Nach der vergleichenden Untersuchung der beiden Zeiträume werden zwar steigende Tatverdächtigenbelastungs- zahlen für Aussiedler festgestellt, die aber nicht über denen der Deutschen ohne Migrationshintergrund liegen. Sie bestätigen damit einschlägige Analysen, die -weitgehend einhellig- feststellen, dass die Gruppe der Aussiedler hinsichtlich Tatschwere und der Häufigkeit des Auftretens von Kriminalität sich nicht von Deutschen ohne Migrationshintergrund unterscheidet
ISSN:0023-4699