RT Article T1 Das Deprivationskonzept in der Rechtsextremismusforschung: eine vergleichende Analyse JF Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie VO 57 IS 4 SP 644 OP 666 A1 Rippl, Susanne 1966- A1 Baier, Dirk 1976- A2 Baier, Dirk 1976- LA German YR 2005 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/162155290X AB Zustände ökonomischer Deprivation, insbesondere von Arbeitslosigkeit, sind — vor allem in der öffentlichen Diskussion — ein populäres Modell, wenn es um die Erklärung von Rechtsextremismus geht. In der wissenschaftlichen Diskussion wird die Erklärungskraft des Konzeptes allerdings sehr unterschiedlich bewertet. Die Ergebnisse empirischer Studien reichen von mittleren bis hin zu gar keinen Effekten. Diese Uneinheitlichkeit der Befunde hängt offenbar mit der Unterschiedlichkeit der jeweils verwendeten Deprivationskonzepte zusammen. Im vorliegenden Beitrag wird deshalb versucht, eine Systematisierung vorhandener Konzepte zu entwickeln. Im Rahmen der empirischen Analysen wird dann die Leistungsfähigkeit der unterschiedenen Ebenen und Inhalte von Deprivation vergleichend betrachtet. Es zeigt sich, dass in erster Linie kollektive Deprivation, die emotional konnotiert ist, einen bedeutsamen Einfluss auf die Ausprägung nationalistischer, fremdenfeindlicher Einstellungen hat. Individuelle Deprivation hingegen zeigt nur dann eine Wirkung, wenn der soziale Kontext durch reale Konkurrenzsituationen gekennzeichnet ist. NO Literaturverzeichnis: Seite 664-666 K1 Deprivation K1 Rechtsextremismus K1 Vergleichende Analyse DO 10.1007/s11577-005-0219-0