"Gemischte Wesen": Friedrich Schiller, die Criminal-Psychologie und die Grenze zwischen Gut und Böse

An den "Räubern" und dem "Verbrecher aus verlorener Ehre" wird gezeigt, wie sich bei Schiller ein Diskurs entwickelt, der den historischen Primat von Moral und Religion sowie den Dualismus von gut und böse ignoriert. Statt dessen konzipiert Schiller gemischte „ Verbrecherwesen&qu...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. VerfasserIn: Bartels, Klaus 1943- (Verfasst von)
Medienart: Druck Aufsatz
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2002
In: Kriminologisches Journal
Jahr: 2002, Band: 34, Heft: 1, Seiten: 21-34
Verfügbarkeit prüfen: HBZ Gateway
Schlagwörter:
Beschreibung
Zusammenfassung:An den "Räubern" und dem "Verbrecher aus verlorener Ehre" wird gezeigt, wie sich bei Schiller ein Diskurs entwickelt, der den historischen Primat von Moral und Religion sowie den Dualismus von gut und böse ignoriert. Statt dessen konzipiert Schiller gemischte „ Verbrecherwesen". In Johann Gottlieb Münchs Criminal-Psychologie wird dieses Konzept zur Grundlage eines neuartigen kriminologischen Diskurses gemacht, rund hundert Jahre vor der eigentlichen Etablierung der Kriminologie in Deutschland.
German writer Friedrich Schiller played a central role in the deconstruction of prejudices on crime and criminals in the outgoing 18th century. His influence can be seen in J. G. Münch 's Criminal Psychology of 1799, but could not prevent the present-day return of pre-modern belief systems under the guise of ultra-modern technology and crime detection methods.
Beschreibung:Literaturverzeichnis: Seite 33-34
ISSN:0341-1966