RT Article T1 'Diese rassisch Verfolgten glauben, sie könnten machen was sie wollen': Denunziation und Anzeige zwischen Flüchtlingen und Einheimischen im Regierungsbezirk Stade 1945-1949 = 'These racially persecuted people think they can do what they like': denunciation and complaint between refugees and the resident population in the Stade administrative district from 1945 to 1949 A1 Abke, Stephanie 1969- LA German YR 2001 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1588521842 AB Der Beitrag zeigt an Rechtsfällen aus dem Landkreis Stade, wie Denunziationsverhalten auch unter den rechtsstaatlichen und demokratischen Bedingungen der Nachkriegszeit der Bundesrepublik Deutschland als Konfliktlösungsstrategie wirkte. Die analysierten Akten der Amtsgerichte und Dokumente unterer Polizeibehörden sowie die sogenannte 'Flüchtlingskartei' geben Hinweise darauf, dass die Ursachen für die zahlreichen Anzeigen und Denunziationen in den großen sozialen Spannungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen unter den besonderen Bedingungen unmittelbar nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu suchen sind. Mit der langsamen Konsolidierung der wirtschaftlichen Lage und der einsetzenden Entspannung der Wohnverhältnisse ist auch ein sukzessiver Rückgang der gegenseitigen Anzeigen zu beobachten. Dennoch bleibt der generelle Tatbestand, dass Bevölkerungen in politischen, ökonomischen und sozialen Belastungssituationen mit erhöhter Denunziationsbereitschaft reagi NO Veröffentlichungsversion NO begutachtet (peer reviewed) CN 360 900 301 K1 Bundesrepublik Deutschland K1 Flüchtling K1 Sozialer Konflikt K1 Denunziation K1 Demokratie K1 Armut K1 Nationalsozialismus K1 Niedersachsen K1 Diskriminierung K1 Konfliktverhalten K1 Rechtsprechung K1 Nachkriegszeit DO 10.12759/hsr.26.2001.2/3.102-118