RT Article T1 Strafrechtliche Implikationen schlafassoziierter Verhaltensstörungen = Forensic implications of sleep-associated behavior disorders JF Fortschritte der Neurologie, Psychiatrie VO 83 IS 11 SP 621 OP 627 A1 Bumb, Jan Malte 1985- A1 Schredl, Michael 1962- A1 Dreßing, Harald 1957- A2 Schredl, Michael 1962- A2 Dreßing, Harald 1957- LA German YR 2015 UL https://krimdok.uni-tuebingen.de/Record/1566387752 AB

Bei den Parasomnien handelt es sich um komplexe Verhaltensweisen oder emotionale Erlebnisse, die während des Schlafs bzw. aus dem Schlaf heraus, beim Erwachen oder teilweisen Erwachen auftreten. Sie werden in Non-REM und REM-Parasomnien unterteilt. Besonders die NREM-Parasomnien wie die Schlaftrunkenheit, das Schlafwandeln und der Pavor nocturnus und seltener REM-Schlaf-Verhaltensstörungen können mit strafrechtlich relevanten Handlungen assoziiert sein. Mittels der Polysomnografie wurden die pathophysiologischen Grundlagen dieser Störungen mittlerweile umfassend erforscht und beschrieben. In der deutschsprachigen Literatur sind die nicht unerheblichen forensischen Implikationen schlafassoziierter Verhaltensstörungen bisher aber nur wenig beschrieben. Die vorliegende Arbeit stellt die für die gutachtliche Tätigkeit wichtigsten Parasomnien und das Vorgehen in der strafrechtlichen Begutachtungspraxis bei diesen Störungen vor.

NO Gesehen am 14.12.2017 K1 Parasomnie K1 Schlafwandeln K1 REM-Schlaf-Verhaltensstörung K1 Strafrechtliche Begutachtung K1 Schuldfähigkeit K1 Handlungen DO 10.1055/s-0041-108676